Die Figuren auf den beiden Seitenaltären zählen zu den Kostbarkeiten der Herkheimer Kirche.

 

Der nördliche Seitenaltar

madonna kind joh-herkheim

 

Den Mittelpunkt des nördlichen (linken) Seitenaltares bildet eine Renaissance-Madonna mit dem Jesuskind, das sich dem Beter zuwendet. Die Madonna sitzt auf einem Thron, begrenzt durch Säulen mit zierlichen Blattranken u. Putten als Felderfüllung. Die aufgesetzten Vasen stammen aus der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts, ebenso auch das Johannesknäblein nebst Lamm. Dieser Madonnentyp war in der Zeit von 1500 bis nach 1600 verbreitet.

Die Figur kam 1856 zusammen mit dem rechten Seitenaltar von St. Salvator nach Herkheim. Es ist wohl eine schwäbische Arbeit um 1530, von einem unbekannten, aber doch bedeutenden Bildhauer ihrer Zeit. Sie könnte auch von dem Nördlinger Künstler Hans Fuchs stammen (Werkstatt 1517 bis 1562).

 

Der südliche Seitenaltar

familie-herkheim

 

Der südliche (rechte) Seitenaltar stellt die Heilige Familie (Jesus, Maria und Josef) dar, die gerade unterwegs ist. Er zeigt die Hl. Familie auf Wallfahrt, den sog. "Heiligen Wandel" oder die "Irdische Dreifaltigkeit".

Auch dieser Altar kam von St. Salvator in Nördlingen.

Die Baugestaltung des Schreins wurde dem nördlichen Seitenaltar angeglichen und ist ebenfalls im Renaissancestil gehalten. Das Werk stammt aus der Mitte des 17. Jahrhunderts. In dieser Zeit wurde den Wallfahrten eine große religiöse Bedeutung beigemessen.

Der Künstler ist unbekannt, die Arbeit wird aber der Werkstatt von Bschorer zugeschrieben.

 


Mögest du Ruhe finden,
wenn der Tag sich neigt
und deine Gedanken noch einmal die Orte aufsuchen,
an denen du heute Gutes erfahren hast.

irischer Segenswunsch


 

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