Schutzpatron aller caritativen Vereine
Seine Sorge galt der ungebildeten Landbevölkerung, den Galeerensträflingen und den Findelkindern


Über Vinzenz Paul

vinzenz

Gedenktag katholisch

  • 27. September
  • Name bedeutet: der Sieger (latein.)

Ordensgründer

Lebensdaten:

  • geb.:24. April 1581 in Pouy, dem heutigen Saint-Vincent-de-Paul
  • gest.: 27. September 1660 in Paris

 


Der junge Vinzenz

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Vinzenz, Bauernsohn aus der Nähe von Pouy, wurde von seiner Familie zum Priesterberuf bestimmt und studierte in Toulouse Theologie. Er entschied sich für die Priesterlaufbahn - ohne die Erfordernisse des Amtes zu kennen - in der Vorstellung, dass ihm dieser Beruf ein sorgloses Einkommen sichere. Schon im Alter von 19 Jahren wurde der strebsame junge Mann, der Karriere machen wollte, zum Priester geweiht, fand aber keine Anstellung: trotz einer Wallfahrt nach Rom machte ein Mitbewerber um die Pfarrstelle das Rennen.

 



Vinzenz und die Armen

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In Paris vollzog sich eine innere Wandlung, nicht zuletzt dank der persönlichen Freundschaft zum Pariser Oratorium, einer Wohn- und Lebensgemeinschaft von Priestern. Vinzenz wurde ein hingebungsvoller Pfarrer, voll von seelsorglichem Eifer und selbstlosem Einsatz für die Armen und Kranken, ab 1612 als Priester in Clichy bei Paris.

Seine besondere Sorge galt der ungebildeten Landbevölkerung, den Galeerensträflingen und den Findelkindern, von denen es in dieser Zeit in Paris Tausende gegeben hat.

Er erkannte jedoch sehr schnell, dass von spontaner Hilfsbedürftigkeit in Notsituationen nicht viel übrig blieb und begann deshalb, die Hilfsmaßnahmen professionell zu organisieren. Er gründet unzählige Bruderschaften, Vereine, Priesterseminare, Asyle für Geisteskranke, Kinderheime und Krankenhäuser.

Ab 1613 wirkte Vinzenz als Hausgeistlicher des Galeerengenerals de Condi in Lyon.

Hier gründete er 1617 die erste "Confrérie des Dames de la Charité", die "Bruderschaft der Damen der Liebe", eine karitative Frauenvereinigung, die sich um Arme und Kranke sorgte.

Der Ruf dieses sich im Dienst der Menschen verzehrenden Mannes verbreitete sich schnell. In immer mehr französischen Städten entstanden Bruderschaften der Nächstenliebe.

 


Vinzenz' späte Jahre

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In den 50er Jahren des 17. Jahrhunderts brach in Frankreich der Bürgerkrieg aus. Eine Zeit voll von unerhörtem Elend und unvorstellbarer Not begann. Bei diesen Volksaufständen gegen die absolutistische Herrschaft des Königshauses richtete er in Paris Volksküchen und Lazarette ein und half so vielen Opfern des Bürgerkrieges. Vinzenz entwarf eine Gesamtstrategie, einen Generalstabsplan, um die Öffentlichkeit zu mobilisieren und der Not zu Leibe zu rücken. Jetzt zeigt sich der Vorteil der organisierten Hilfsmaßnahmen, alles vollzog sich nach einem genauen Plan.

Nach diesem großen Erfolg wird Vinzenz zu einer nationalen Gestalt in Frankreich. Noch heute gilt er als eine Art Nationalheiliger, eine ernsthafte Konkurrenz zu Jeanne d`Arc. Er stirbt 1660 im achtzigsten Lebensjahr und wird 1737 heilig gesprochen. 1885 wird er zum "Patron aller Vereinigungen der christlichen Liebe" ernannt. Sein großes Werk wirkt bis heute fort.

 

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