Wer kann Tauf- oder Firmpate sein?

Hinweise zum Patenamt - Taufpate und Firmpate

Voraussetzungen als Pate (Tauf- und Firmpate)
laut kirchlicher Vorschriften: Codex iuris canonici aus dem Jahr 1983

(Der Codex iuris canonici [Codex des kanonischen Rechts] ist das Gesetzbuch der katholischen Kirche.
Er existiert seit 1917 (Papst Benedikt XV.). Die derzeit gültige Fassung wurde 1983 von Papst Johannes Paul II. erlassen.)

 

Aussagen zum Taufpaten

Can. 872 — Einem Täufling ist, soweit dies geschehen kann, ein Pate zu geben; dessen Aufgabe ist es, dem erwachsenen Täufling bei der christlichen Initiation beizustehen bzw. das zu taufende Kind zusammen mit den Eltern zur Taufe zu bringen und auch mitzuhelfen, dass der Getaufte ein der Taufe entsprechendes christliches Leben führt und die damit verbundenen Pflichten getreu erfüllt.

Can. 873 — Es sind nur ein Pate oder eine Patin oder auch ein Pate und eine Patin beizuziehen.

Can. 874 —
§ 1: Damit jemand zur Übernahme des Patenamtes zugelassen wird, sind folgende Voraussetzungen nötig:

  • Er muss vom Firmling (Täufling), oder dessen Eltern, oder dem Pfarrer oder dem Spender der Taufe dazu bestimmt sein.
  • Er muss zudem geeignet und bereit sein, diesen Dienst zu leisten.
  • Er muss das 16. Lebensjahr vollendet haben.
    außer vom Diözesanbischof ist eine andere Altersgrenze festgesetzt oder dem Pfarrer oder dem Spender der Taufe scheint aus gerechtem Grund eine Ausnahme zulässig.
  • Er muss katholisch und gefirmt sein sowie das heiligste Sakrament der Eucharistie bereits empfangen haben.
  • Er muss ein Leben führen, das dem Glauben und dem zu übernehmenden Dienst entspricht.
  • Er darf mit keiner rechtmäßig verhängten oder festgestellten kanonischen Strafe behaftet sein.
  • Er darf nicht Vater oder Mutter des Täuflings sein.

§ 2: Ein Getaufter, der einer nichtkatholischen kirchlichen Gemeinschaft angehört, darf nur zusammen mit einem katholischen Paten, und zwar nur als Taufzeuge, zugelassen werden.

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Taufpaten und Firmpaten, die nicht zu einer Pfarrgemeinde unserer Pfarreiengemeinschaft Nördlingen gehören, müssen eine Kirchenmitgliedschafts-Bescheinigung von ihrem Wohnortpfarramt erbringen.

Personen, die aus der Kirche ausgetreten sind, können kein Patenamt übernehmen.
Da nach Can. 874 der Pate „ein Leben führen muss, das dem Glauben und dem zu übernehmenden Dienst entspricht“, werden in einigen (nicht allen) Diözesen wiederverheiratete Geschiedene nicht zum Patenamt zugelassen.

 

Aussagen zum Firmpaten

Can. 892 — Dem Firmling soll, soweit dies geschehen kann, ein Pate zur Seite stehen; dessen Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass der Gefirmte sich wie ein wahrer Zeuge Christi verhält und die Verpflichtungen, die mit diesem Sakrament verbunden sind, getreu erfüllt.

Can. 893 — § 1: Damit jemand den Patendienst ausüben darf, muss er die in can. 874 genannten Voraussetzungen erfüllen.

Can. 893 — § 2: Es empfiehlt sich, dass als Pate herangezogen wird, wer denselben Dienst bei der Taufe übernommen hat.

 

 

Zusätzliche Informationen